Erzähl deine Schlesien-Geschichte für die Anthologie
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Heute gibt es mal wieder den Aufruf, sich an einer ganz besonderen Anthologie zu beteiligen - Heimat erleben, Geschichten erzählen: Schlesien. Das Buch erscheint im Rahmen unserer erfolgreichen Reihe Heimat erleben, Geschichten erzählen, zu der seit Dezember vergangenen Jahres die ersten Bücher erschienen sind.

Du kennst Schlesien aus eigener Erfahrung – oder aus den Erzählungen deiner Eltern und Großeltern? Vielleicht ist es ein Ort auf alten Fotos, ein Name in Familienpapieren, ein Dialektwort, das nur zuhause fällt. Vielleicht ist es das Sonntagsgericht, das „schon immer so“ gekocht wurde, oder eine Geschichte, die mit „Damals in Schlesien …“ - die kennen wir übrigens aus der eigenen Familiengeschichten sehr gut - beginnt und dann plötzlich abbricht. Genau diese Stimmen werden jetzt gesucht.
Derzeit entsteht ein literarisch-dokumentarisches Anthologieprojekt, das sich dem Festhalten und Bewahren von Erinnerungen an Schlesien widmet. Die ersten Geschichten sind bereits eingegangen. Nun bist du eingeladen, deinen Beitrag zu leisten – persönlich, überliefert, erzählerisch oder ganz schlicht. Ziel ist es, Geschichten zu sammeln, die Schlesien als Erfahrungs-, Erinnerungs- und Herkunftsraum sichtbar machen: nicht glatt, nicht idealisiert, sondern so, wie Erinnerung eben ist – vielschichtig, manchmal widersprüchlich, oft lückenhaft und gerade dadurch wahr.
Du kannst schreiben, was du selbst erlebt hast: Kindheitserinnerungen, Alltag, Schule, Arbeit, Feste, Orte, Menschen. Du kannst aber genauso gut über das schreiben, was du nur aus der Familie kennst: Berichte aus zweiter oder dritter Generation, Abschiede, Wege, Neuanfänge. Willkommen sind auch Texte, die man nicht sofort „Literatur“ nennt, aber tief erzählen: schlesische Rezepte mit ihren Geschichten, Bräuche, kleine Rituale, Redewendungen, Notizen aus einem Heft, ein Brief, der Jahrzehnte überdauerte. Und wenn in deiner Familie Sagen, Legenden oder mündliche Erzählstoffe weitergegeben wurden – dann gehören auch sie in diese Sammlung.
Du musst dafür keine professionelle Schreibroutine haben. Du darfst fragmentarisch schreiben, du darfst dich an eine Szene herantasten, du darfst bei einer Erinnerung hängenbleiben und sie als Moment stehen lassen. Wichtig ist nur: Schlesien soll in deinem Text erkennbar sein – als konkreter Ort, als biografischer Bezugspunkt, als kultureller Hintergrund oder als atmosphärische Spur. Die Perspektive ist offen: Du schreibst als jemand mit familiären Wurzeln in Schlesien, als jemand, der dort gelebt hat, als jemand, der heute im schlesischen Raum zuhause ist – oder als jemand, der Schlesien erst schreibend begegnet.
Diese Anthologie will nicht „die“ Geschichte Schlesiens erzählen. Sie will ein vielstimmiges Archiv aus persönlichen Stimmen schaffen: Erinnerungen, Brüche, Überlieferungen und kleine Wahrheiten, die sonst zwischen Generationen verloren gehen. Wenn du Lust hast, Teil davon zu werden, erzähl es weiter – in deinem Verein, in deiner Runde, in deiner Familie. Und vor allem: Schreib auf, was geblieben ist.
Alle Informationen zur Ausschreibung findet du unter: https://www.papierfresserchen.eu/heimat-erleben/schlesien/