Am Kurzgeschichten-Wettbewerb teilnehmen
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Eine Idee im Notizbuch ist ein Anfang. Eine eingereichte Kurzgeschichte kann daraus etwas Besonderes machen: einen Text, der gelesen, ausgewählt und vielleicht Teil einer Anthologie wird. Wer an einem Kurzgeschichten-Wettbewerb teilnehmen möchte, braucht keine jahrelange Schreiberfahrung. Wichtiger sind eine gute Idee, ein sorgfältig ausgearbeiteter Text und der Mut, ihn einzureichen.
Den passenden Kurzgeschichten-Wettbewerb finden
Nicht jede Ausschreibung passt zu jeder Geschichte. Manche widmen sich Themen wie Heimat, Freundschaft, Fantasy oder Erinnerungen, andere richten sich gezielt an Kinder, Jugendliche oder Erwachsene. Lesen Sie die Ausschreibung deshalb genau. Achten Sie auf Einsendeschluss, Textlänge, Vorgaben zur Formatierung und darauf, ob der Beitrag unveröffentlicht sein muss. Papierfresserchens MTM-Verlag bietet Ausschreibungen zu den unterschiedlichsten Themen an, auch zu den oben genannten. Hier gibt es eine Übersicht.
Ebenso wichtig ist die Frage, was mit ausgewählten Texten geschieht. In einer Anthologie entsteht aus vielen Stimmen ein gemeinsames Buch, das Leserinnen und Leser erreicht. Solche Projekte bieten gerade Nachwuchsautorinnen und Nachwuchsautoren eine wertvolle Möglichkeit zur Veröffentlichung.
Das Thema verstehen und eine passende Idee entwickeln
Ein Wettbewerbsthema ist kein starres Korsett, sondern ein Impuls. Ein Thema wie „Sommer“ kann ebenso von einer Ferienreise wie von einem Gewitter, einer schwierigen Begegnung oder einem Abschied erzählen. Entscheidend ist ein eigener Blick auf das Thema.
Überlegen Sie vor dem Schreiben:
Welche Vorgaben muss die Geschichte erfüllen?
Welche Idee passt innerhalb der vorgegebenen Länge?
Welche Veränderung erlebt die Hauptfigur?
Gerade Kurzgeschichten leben von einem einzigen entscheidenden Moment statt von vielen Handlungssträngen.
Die Geschichte planen
Ein einfacher Plan genügt oft: Notieren Sie Anfang, Wendepunkt und Ende jeweils in wenigen Sätzen. Beginnen Sie möglichst direkt mit einer interessanten Situation. Ein ungewöhnlicher Brief, ein Anruf mitten in der Nacht oder ein Koffer im Flur wecken sofort Neugier.
Nutzen Sie prägnante Details statt langer Beschreibungen. Ein einzelnes Bild bleibt oft stärker im Gedächtnis als ausführliche Erklärungen. Dialoge sollten die Handlung voranbringen oder Figuren charakterisieren, nicht nur Informationen austauschen.
Den ersten Entwurf schreiben
Der erste Entwurf muss nicht perfekt sein. Schreiben Sie die Geschichte zunächst vollständig auf und überarbeiten Sie erst anschließend. Achten Sie dabei auf eine einheitliche Erzählperspektive und eine durchgängige Zeitform. Beides sorgt dafür, dass der Text ruhig und glaubwürdig wirkt.
Ein stimmiges Ende finden
Nicht jede Geschichte braucht eine vollständige Auflösung. Oft reicht ein Satz oder ein Bild, das zeigt, dass sich etwas verändert hat. Häufig gewinnt eine Kurzgeschichte sogar, wenn sie etwas früher endet und den Leserinnen und Lesern Raum für eigene Gedanken lässt.
Sorgfältig überarbeiten
Lassen Sie den Text möglichst einen Tag ruhen und lesen Sie ihn anschließend laut vor. So fallen holprige Formulierungen, Wiederholungen und unnötige Erklärungen leichter auf. Kürzen Sie alles, was die Handlung nicht voranbringt, und kontrollieren Sie Rechtschreibung, Zeichensetzung sowie die Einhaltung der Vorgaben.
Hilfreich ist außerdem eine Testleserin oder ein Testleser. Fragen Sie nicht nur, ob die Geschichte gefällt, sondern welche Stellen besonders spannend waren oder wo etwas unklar geblieben ist.
Die Geschichte einreichen
Reichen Sie nur die endgültige Fassung ein, benennen Sie die Datei wie gefordert und beachten Sie alle formalen Vorgaben. Eine sorgfältige Einreichung zeigt Professionalität und Respekt gegenüber der Jury.
Wird Ihr Text nicht ausgewählt, bedeutet das nicht, dass er schlecht ist. Oft spielen Thema, Zusammenstellung der Anthologie oder die Vielzahl der Einsendungen eine Rolle. Bewahren Sie Ihre Geschichte auf, überarbeiten Sie sie gegebenenfalls oder reichen Sie sie bei einer anderen passenden Ausschreibung ein.
Am wichtigsten ist jedoch: Schicken Sie Ihre Geschichte ab. Nur eingereichte Texte haben die Chance, Leserinnen und Leser zu erreichen und Teil eines Buchprojekts zu werden.
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