Damals … bei den Wikingern – Geschichten aus einer rauen und faszinierenden Zeit
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Drachenboote auf dunklem Wasser, kleine Siedlungen an den Küsten, Händler auf langen Reisen und Menschen, die am Feuer Geschichten von Göttern, Helden und fernen Ländern erzählen: Die Wikingerzeit bietet unzählige Ideen für spannende, geheimnisvolle und abenteuerliche Geschichten.
Doch wie lebten die Wikinger wirklich? Waren sie tatsächlich vor allem wilde Krieger und Plünderer? Wie sah der Alltag der Menschen aus? Welche Rolle spielten Kinder, Frauen, Händler und Handwerker? Und welche Abenteuer könnten sich vor mehr als tausend Jahren ereignet haben?
♥ Anthologie-Ausschreibung Wikinger
Und wieder geht es ein Stück in die Vergangenheit
Unsere nächste literarische Zeitreise führt in die faszinierende Welt der Wikinger. Gesucht werden Geschichten über Seefahrer und Händler, Familien und Abenteurer, über Alltag, Mythen, Entdeckungen und das Leben zwischen Fjorden und Langhäusern. Blickt hinter Schwerter und Drachenboote und erzählt von den Menschen einer rauen, spannenden Zeit.
Für unsere Anthologie „Damals … bei den Wikingern" suchen wir Geschichten, die ihre Leserinnen und Leser auf eine literarische Reise in die Welt der Wikinger mitnehmen.
Einsendeschluss ist der 15. August 2026.
Wikinger waren mehr als Krieger
Wer an Wikinger denkt, sieht häufig bärtige Männer, Schwerter, Schilde und Drachenboote vor sich. Und natürlich die berühmten Hörnerhelme. Gerade die gehören allerdings eher in die moderne Bilderwelt als in die historische Wikingerzeit. Archäologische Belege für die typischen gehörnten Wikingerhelme gibt es nicht.
Auch das übrige Leben der Menschen war wesentlich vielfältiger, als es Filme und Abenteuerromane manchmal erscheinen lassen. Die Menschen im frühmittelalterlichen Skandinavien waren Bauern und Bäuerinnen, Händler, Handwerker, Fischer, Seefahrer und Siedler. Sie hielten Tiere, bestellten ihre Felder, stellten Kleidung und Werkzeuge her und betrieben Handel über große Entfernungen. Und manche von ihnen gingen auf große Fahrt.
Genau diese Mischung aus Alltag und Abenteuer macht Geschichten über Wikinger so interessant.
Abenteuer Wikingerzeit: Aufbruch ins Ungewisse
Wie muss es sich angefühlt haben, in einem Schiff zu sitzen und die vertraute Küste langsam hinter sich verschwinden zu sehen?
Kein Wetterbericht kündigte den nächsten Sturm an. Keine digitale Karte zeigte die richtige Route. Das Meer war Handelsweg und Lebensgrundlage, konnte aber ebenso zur tödlichen Gefahr werden. Wikinger gelangten auf ihren Reisen unter anderem zu den Britischen Inseln, nach Island und Grönland. Ihre Handelsverbindungen führten weit nach Osten. Um das Jahr 1000 erreichten Nordmänner sogar Nordamerika.
Daraus ergeben sich zahlreiche Ideen für eigene Wikinger Geschichten.
Vielleicht fährt ein Junge zum ersten Mal mit seinem Vater hinaus aufs Meer. Eine Familie wartet seit Monaten auf die Rückkehr eines Schiffes. Ein Mädchen versteckt sich heimlich an Bord. Ein Händler bringt von einer langen Reise einen geheimnisvollen Gegenstand mit. Oder ein Schiff gerät in einen Sturm und muss an einer unbekannten Küste Schutz suchen.
Historische Geschichten müssen nicht immer von berühmten Persönlichkeiten handeln. Oft wird Vergangenheit gerade dann lebendig, wenn ganz gewöhnliche Menschen etwas Außergewöhnliches erleben.
Wie lebten Kinder bei den Wikingern?
Auch Kinder gehören zur Welt der Wikinger – und ihre Perspektive eignet sich besonders gut für spannende Geschichten. Ihr Alltag unterschied sich deutlich vom Leben heutiger Kinder. Mitarbeit gehörte selbstverständlich dazu. Tiere mussten versorgt, Wasser und Brennmaterial beschafft und zahlreiche Arbeiten rund um Haus und Hof erledigt werden. Viele Fähigkeiten lernten Kinder unmittelbar von den Erwachsenen. Doch neugierig, mutig, ängstlich, eigensinnig und erfinderisch waren Kinder sicherlich auch damals.
Was geschieht, wenn ein Kind eine eingeritzte Botschaft entdeckt, die offenbar niemand finden sollte?
Was, wenn plötzlich ein fremdes Schiff am Horizont auftaucht?
Oder wenn die Erwachsenen etwas planen und die Kinder unbedingt herausfinden wollen, worum es geht?
Runen, nordische Götter und alte Geschichten
Runen gehören zu den faszinierendsten Zeugnissen der Wikingerzeit. Sie wurden unter anderem in Stein, Holz, Metall oder Knochen geritzt und konnten Namen, kurze Mitteilungen oder Erinnerungen festhalten. Auch die nordische Mythologie bietet reichlich Stoff für Geschichten. Odin, Thor, Freyja und Loki sind heute weit über Skandinavien hinaus bekannt.
Für eine Erzählung kann dabei schon die Vorstellung der Menschen von den Göttern interessant sein. Vielleicht glaubt eine Figur während eines schweren Gewitters, Thor zu hören. Eine Großmutter erzählt am Feuer eine alte Sage. Ein ungewöhnliches Ereignis wird als Zeichen der Götter gedeutet.
Oder die Geschichte verlässt bewusst den historischen Boden und wird fantastisch: Eine alte Sage wird plötzlich Wirklichkeit, ein geheimnisvolles Wesen taucht auf oder eine Figur gelangt an einen Ort, den es eigentlich nur in den Erzählungen der Alten geben dürfte.
Geschichten über den Alltag der Wikinger
Nicht jede Wikingergeschichte braucht Schwerter und Kämpfe. Ein Markt kann mindestens ebenso spannend sein. Hier treffen Menschen aus unterschiedlichen Gegenden aufeinander. Waren wechseln den Besitzer, Nachrichten werden ausgetauscht und Gerüchte verbreitet. Vielleicht wird etwas Wertvolles gestohlen. Ein unbekannter Händler taucht auf. Eine Familie erfährt Neuigkeiten über einen lange vermissten Angehörigen. Oder jemand entdeckt einen Gegenstand, der eigentlich an einem ganz anderen Ort sein müsste.
Auch Handwerk und Landwirtschaft können zum Ausgangspunkt einer Geschichte werden. Schiffbauer, Schmiede, Weberinnen, Schnitzer, Fischer und Bauern verfügten über Fähigkeiten, von denen das Überleben einer Gemeinschaft abhing.
Eine spannende Geschichte über die Wikingerzeit kann deshalb mit ganz kleinen Dingen beginnen:
- mit einem zerbrochenen Werkzeug,
- einem verschwundenen Schmuckstück,
- einem fremden Schiff am Horizont,
- einer geheimnisvollen Rune
- oder einem Menschen, der nach vielen Jahren plötzlich wieder vor der Tür steht.
10 Ideen für eine Geschichte über Wikinger
Noch keine Idee für den eigenen Beitrag? Diese Schreibimpulse können den Anfang liefern:
- Ein Wikingerschiff sollte längst zurück sein – doch von der Besatzung fehlt jede Spur.
- Ein Kind darf zum ersten Mal mit auf eine große Seereise.
- Auf einem Stück Holz tauchen geheimnisvolle Runen auf.
- Ein fremdes Schiff erreicht eine abgelegene Siedlung.
- Ein zunächst harmloser Handel entwickelt sich zu einem gefährlichen Abenteuer.
- Ein außergewöhnlich harter Winter bedroht die Bewohner eines Dorfes.
- Ein alter Mann erzählt am Feuer eine Geschichte, die niemand glauben will.
- Ein Kind entdeckt ein Geheimnis, das die Erwachsenen unbedingt verbergen möchten.
- Eine Gestalt aus der nordischen Mythologie scheint plötzlich Wirklichkeit zu werden.
- Ein Gegenstand aus der Wikingerzeit erzählt seine eigene Geschichte.
Die Erzählung darf spannend, geheimnisvoll, abenteuerlich, humorvoll oder nachdenklich sein. Auch historische und fantastische Elemente lassen sich miteinander verbinden.
Historische Wikinger-Geschichten schreiben: Klischees vermeiden
Wer über die Wikingerzeit schreibt, muss daraus keine wissenschaftliche Abhandlung machen. Einige historische Grundlagen helfen jedoch dabei, eine glaubwürdige Welt entstehen zu lassen.
Die Wikinger waren keine einheitliche Gruppe, die ausschließlich aus Kriegern bestand. Ihr Leben unterschied sich je nach Region, Zeit, gesellschaftlicher Stellung und Tätigkeit. Auch viele moderne Vorstellungen sollte man nicht ungeprüft übernehmen. Das bekannteste Beispiel sind die Hörnerhelme. Statt möglichst viele historische Fakten in eine Geschichte zu packen, lohnt sich deshalb ein anderer Ansatz: wenige, aber passende Details.
Wie riecht nasse Wolle?
Wie fühlt sich ein Holzschiff auf unruhigem Wasser an?
Wie dunkel wird es in einem Haus, wenn das Feuer erlischt?
Was hört ein Kind nachts, wenn draußen ein Sturm über die Siedlung zieht?
Solche Einzelheiten können eine historische Welt glaubwürdiger machen als ein ganzer Absatz voller Jahreszahlen.
Anthologie-Ausschreibung „Damals … bei den Wikingern"
Die Wikingerzeit steckt voller Gegensätze: Aufbruch und Heimat, Handel und Kampf, Alltag und Abenteuer, Wirklichkeit und Mythos. Diese Vielfalt möchten wir in unserer Anthologie „Damals … bei den Wikingern" einfangen.
Gesucht werden Geschichten, die uns in die Welt der Wikinger entführen. Im Mittelpunkt können Kinder oder Erwachsene stehen, Familien, Händler, Handwerker, Seefahrer, Reisende oder vollkommen erfundene Figuren. Die Beiträge dürfen sich eng an historischen Ereignissen orientieren oder Elemente nordischer Sagen und Mythen aufnehmen.
Entscheidend ist nicht, möglichst viel Wissen über die Wikinger unterzubringen. Entscheidend ist eine Geschichte, die ihre Leserinnen und Leser für einige Seiten vergessen lässt, dass zwischen unserer Welt und der Welt ihrer Figuren mehr als tausend Jahre liegen.
Einsendeschluss: 15. August 2026
Wer also schon länger eine Geschichte über Wikinger schreiben wollte, sollte jetzt Stift oder Tastatur bereithalten.
Segel setzen, Geschichte schreiben und mit uns auf literarische Zeitreise gehen:
Damals … bei den Wikingern.
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