Pressearbeit für Autorinnen und Autoren – den richtigen Ton treffen und sichtbar werden
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Ein gutes Buch allein genügt heute selten, um Leserinnen und Leser zu erreichen. Sichtbarkeit entsteht erst durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit. Pressearbeit ist dabei ein zentrales Instrument, um Aufmerksamkeit zu erzeugen – für das eigene Werk ebenso wie für die Person hinter dem Buch. Wer als Autorin oder Autor langfristig erfolgreich sein will, sollte sich mit den Grundlagen eines aussagekräftigen Pressetextes und der gezielten Verbreitung vertraut machen.
Struktur eines Pressetextes
Ein Pressetext unterscheidet sich vom klassischen Klappentext. Er informiert sachlich, prägnant und so, dass Journalistinnen und Journalisten und Redaktionen ihn direkt nutzen können. Wichtig ist eine klare Struktur:
- Überschrift: kurz, prägnant, neugierig machend.
- Einleitung: die wichtigsten Fakten in zwei bis drei Sätzen – wer, was, wann, warum.
- Hauptteil: Details zum Buch (Thema, Inhalt, Besonderheiten), Hintergrundinformationen zur Autorin oder zum Autor.
- Schluss: Veröffentlichungsdaten, Bezugsquellen, ggf. Kontakt für Rückfragen.
Journalisten haben wenig Zeit – daher sollte der Pressetext in sich geschlossen, verständlich und ohne ausschweifende Werbung formuliert sein. Authentizität und Seriosität sind wichtiger als blumige Sprache.

Klassische Medien nutzen
Gedruckte Zeitungen, Magazine und Fachzeitschriften sind nach wie vor wichtige Multiplikatoren. Besonders lohnend ist die Ansprache regionaler Redaktionen: Lokale Medien greifen gerne Themen aus ihrer Umgebung auf, wenn die Autorin oder der Autor dort lebt oder biografische Bezüge bestehen. Gerade für Debütautoren bietet die regionale Presse einen wertvollen Einstieg. Ein Artikel in der Heimatzeitung kann den Grundstein für überregionale Aufmerksamkeit legen. Auch Lesungen, Buchvorstellungen in Bibliotheken oder lokale Buchhandlungen sind Anlässe, die für regionale Medien interessant sind. Für den Erstkontakt reicht meist eine kurze E-Mail mit dem Pressetext im Anhang oder direkt in der Mail, dazu ein professionelles Autorenfoto. Rezensionsexemplare sollte man nicht ungefragt einreichen, aber den Redaktionen auf jeden Fall immer anbieten.
Presseportale
Neben klassischen Kanälen sind digitale Plattformen unverzichtbar geworden. Kostenlose Presseportale wie firmenpresse.de oder fair-news.de ermöglichen die Veröffentlichung von Pressetexten, die von Redaktionen, Bloggern und interessierten Leserinnen abgerufen werden können. Hier gilt: auf die Seriosität des Portals achten und gezielt die passenden Kanäle wählen. Neben kostenlosen Portalen gibt es auch solche, die kostenpflichtig sind. Oft bieten sie aber die Möglichkeit, ein oder zwei Pressetexte als Test kostenlos zu veröffentlichen – zum Beispiel bei openpr.de oder connektar