Unsichtbarer Freund Schreibwettbewerb für Kinder
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Ein Freund, den niemand sonst sehen kann, kennt vielleicht das beste Versteck im Garten, wohnt hinter dem Bücherregal oder taucht genau dann auf, wenn ein Kind Mut braucht. Beim unsichtbaren Freund Schreibwettbewerb für Kinder wird aus dieser ersten Idee eine eigene Geschichte. Sie darf lustig, geheimnisvoll, leise oder abenteuerlich sein. Entscheidend ist nicht, ob jedes Wort perfekt klingt, sondern ob eine unverwechselbare Stimme darin hörbar wird. Hast du Lust, dich an unserem Schreibwettbewerb für Kinder von 6 bis 15 Jahren zu beteiligen? Dann schau doch einmal hier vorbei.
Wenn ein unsichtbarer Freund Geschichten möglich macht
Unsichtbare Freunde gehören zu den schönsten Figuren der Kinderliteratur, weil sie keine festen Regeln kennen. Sie können klein wie ein Daumen sein oder so groß, dass sie über Wolken schaut. Vielleicht sprechen sie in Reimen, sammeln verlorene Knöpfe oder verstehen die Sprache von Katzen. Vielleicht sind sie aber auch einfach da und hören zu.
Gerade darin liegt die besondere Kraft dieses Themas: Kinder können über Wünsche, Sorgen und große Fragen schreiben, ohne alles direkt erklären zu müssen. Eine Figur, die nur die Hauptperson sehen kann, schafft Abstand und Nähe zugleich. Sie kann trösten, widersprechen, Quatsch machen oder dazu ermutigen, etwas Neues zu wagen.
Für einen Schreibwettbewerb ist das Thema deshalb wunderbar offen. Es lädt zu Fantasiegeschichten ein, lässt aber ebenso Raum für Geschichten aus dem Alltag. Ein unsichtbarer Freund könnte bei einem Umzug helfen, den ersten Schultag begleiten oder mit einem Kind eine scheinbar unlösbare Aufgabe bestehen. Auch eine überraschende Wendung ist möglich: Was passiert, wenn der Freund plötzlich nicht mehr unsichtbar sein möchte?
Eine gute Geschichte beginnt mit einer echten Frage
Kinder brauchen für ihre Geschichte keinen komplizierten Plan. Oft reicht eine Frage, die Lust auf Antworten macht: Wer ist dieser Freund? Warum kann nur eine Person ihn sehen? Was wünscht er sich? Und welches Problem stellt sich den beiden in den Weg?
Aus solchen Fragen entsteht nach und nach eine Handlung. Besonders spannend wird eine Erzählung, wenn sich etwas verändert. Zu Beginn könnte die Hauptfigur ihren unsichtbaren Freund zum ersten Mal entdecken. Dann erleben beide etwas, das nicht nach Plan läuft. Am Ende hat die Hauptfigur vielleicht eine Entscheidung getroffen, etwas gelernt oder den Freund auf neue Weise verstanden.
Es muss dabei nicht immer um ein riesiges Abenteuer gehen. Auch ein verlorener Schlüssel, eine kaputte Freundschaft oder ein Regentag können der Anfang einer starken Geschichte sein. Wichtig ist, dass die Lesenden mitfühlen können: Wie geht es der Hauptfigur? Worüber freut sie sich? Wovor hat sie Angst? Konkrete Details machen diese Gefühle sichtbar.
Statt zu schreiben: „Mila war traurig“, kann ein Text zeigen, wie Mila schweigend an ihrem Frühstücksbrot zupft und den Schulranzen nicht anfasst. Vielleicht setzt sich ihr unsichtbarer Freund neben sie und behauptet, Krümel seien eigentlich winzige Landkarten. Schon entsteht ein Bild, das im Gedächtnis bleibt.
Figuren mit Ecken, Eigenheiten und Geheimnissen
Ein unsichtbarer Freund darf ungewöhnlich sein. Gerade seine kleinen Eigenheiten geben ihm Leben. Vielleicht hasst er Socken, trägt einen Hut aus Zeitungspapier oder verwechselt ständig Redewendungen. Vielleicht ist er mutig, wenn alle anderen Angst haben, aber erschrickt vor Seifenblasen.
Auch die Hauptfigur sollte mehr sein als nur „ein Kind“. Sie kann eine besondere Leidenschaft haben, etwas besonders gut können oder sich mit einer Sache schwertun. Solche Eigenschaften sind keine Nebensache: Sie helfen dabei, dass die Geschichte nur von dieser einen Figur erzählt werden kann.
Dialoge bringen beide Figuren einander näher. Kinder dürfen ihre Figuren sprechen lassen, wie sie selbst sprechen würden. Nicht jeder Satz muss lang sein. Ein erstauntes „Du wohnst wo?“ kann mehr erzählen als eine lange Erklärung. Wer Dialoge schreibt, sollte nur darauf achten, dass klar bleibt, wer gerade spricht.
Der Anfang darf neugierig machen
Viele Geschichten beginnen damit, dass jemand aufwacht oder nach Hause kommt. Das kann funktionieren, spannender ist jedoch ein Einstieg, der sofort eine Frage aufwirft. Vielleicht liegt morgens ein winziger nasser Fußabdruck auf dem Kopfkissen. Vielleicht hört ein Kind aus dem Kleiderschrank ein empörtes Niesen. Oder ein Brief erscheint, auf dem nur steht: Bitte heute nicht zur Schule gehen. Dein Freund
Nach diesem Anfang muss nicht alles sofort erklärt werden. Geheimnisse dürfen eine Weile bleiben. Gute Geschichten geben den Lesenden gerade genug Hinweise, damit sie weiterlesen wollen.
Schreiben darf erst einmal wild sein
Der erste Entwurf muss nicht ordentlich sein. Er darf voller Pfeile, Ergänzungen und durchgestrichener Wörter stecken. Manche Kinder schreiben sofort los, andere malen zunächst ihre Figuren oder erzählen die Geschichte laut. Beides ist ein guter Weg.
Hilfreich kann es sein, die Idee in drei einfachen Stationen festzuhalten: Was passiert am Anfang, was wird in der Mitte schwierig, und wie endet die Geschichte? Dieser kleine Faden verhindert, dass eine spannende Idee unterwegs verloren geht. Gleichzeitig bleibt genug Platz für Überraschungen.
Beim Überarbeiten lohnt sich ein Blick auf die Stellen, die besonders gefallen. Dort steckt oft der eigene Erzählton. Danach können Kinder prüfen: Versteht man, was passiert? Fehlen wichtige Wörter? Beginnt jeder neue Gedanke gut erkennbar? Wer mag, liest den Text einer vertrauten Person vor. Beim Vorlesen hört man schnell, ob ein Satz noch stolpert oder eine Szene genauer erzählt werden möchte.
Fehler gehören zum Schreiben dazu. Sie sind kein Zeichen dafür, dass eine Geschichte nicht gut ist. Zuerst zählt die Geschichte selbst - die Idee, die Figuren und die Freude daran, eine eigene Welt entstehen zu lassen. Rechtschreibung und Zeichensetzung dürfen anschließend gemeinsam und in Ruhe angeschaut werden.

So sieht das Cover des späteren Buches aus.
Erwachsene begleiten, ohne die Geschichte zu übernehmen
Eltern, Großeltern, Lehrer*innen und pädagogische Fachkräfte können Kinder beim Schreiben wunderbar unterstützen. Am besten geschieht das mit echtem Interesse: „Was kann dein Freund besonders gut?“ oder „Was soll am Ende passieren?“ öffnen Türen, ohne die Richtung vorzugeben.
Weniger hilfreich ist es, jeden Satz sofort verbessern zu wollen. Wenn Erwachsene zu früh eingreifen, kann aus einer mutigen Idee schnell das Gefühl entstehen, nicht gut genug zu schreiben. Besser ist es, erst zuzuhören und dann gezielt zu fragen. Ein Kind darf seine Geschichte in eigenen Worten erzählen - auch dann, wenn sie anders klingt als ein Text für Erwachsene.
Manchmal braucht es praktische Hilfe: einen ruhigen Platz, etwas Zeit, ein Heft oder die Möglichkeit, eine Geschichte zu diktieren. Besonders Kinder, die noch nicht sicher schreiben, haben oft eindrucksvolle Einfälle. Diktieren, gemeinsames Aufschreiben oder eine Aufnahme als erster Entwurf können ihnen den Weg zur fertigen Geschichte erleichtern.
Vor der Einreichung: sorgfältig und gemeinsam prüfen
Eine Einreichung zu einem Kinder-Schreibwettbewerb ist ein besonderer Moment. Aus einer Idee ist ein Text geworden, der gelesen werden darf. Vor dem Absenden sollten die jeweiligen Teilnahmebedingungen der Ausschreibung genau geprüft werden. Dazu gehören etwa Altersgruppe, Thema, Textlänge, Einsendeschluss und die gewünschte Form der Einreichung.
Es lohnt sich außerdem, den Text noch einmal langsam zu lesen. Hat die Geschichte einen passenden Titel? Ist der Name der Verfasserin oder des Verfassers dort angegeben, wo er hingehört? Sind alle Unterlagen vollständig? Diese kleine Sorgfalt gehört zum kreativen Arbeiten dazu und hilft, dass die Geschichte gut bei der Jury ankommt.
Bei Papierfresserchens MTM-Verlag stehen Kinder und Jugendliche mit ihren Ideen seit mehr als zwei Jahrzehnten im Mittelpunkt. Der erste Schreibwettbewerb für Kinder fand 2005 statt, daran beteiligten sich damals mehr als 1000 Kinder weltweit. Eine Veröffentlichung in einem gemeinschaftlichen Buchprojekt kann zeigen: Meine Geschichte zählt. Andere Menschen nehmen sich Zeit, sie zu lesen. Das ist eine Erfahrung, die weit über einen einzelnen Wettbewerb hinausreichen kann.
Der schönste nächste Schritt ist oft ganz einfach: ein Blatt bereitlegen, einen Namen für den unsichtbaren Freund finden und den ersten Satz notieren. Vielleicht wartet diese Figur schon lange darauf, endlich erzählt zu werden. Wir freuen uns auf eure Einsendungen.
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