Damals bei den Römern
Anthologie 2027
Alea iacta est – die Würfel sind gefallen!
Wer erinnert sich nicht an die endlosen Lateinstunden, in denen wir uns mit Julius Caesar und seinem De bello Gallico herumschlagen mussten? Mit Galliern, die einfach nicht aufgeben wollten, römischen Legionen, die unermüdlich marschierten, und lateinischen Sätzen, deren Ende man manchmal erst nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte. Ablativus absolutus, AcI und unregelmäßige Verben inklusive!
Während wir mühsam Caesars Kriegsberichte übersetzten, hätten wir uns vermutlich lieber gefragt, wie es damals tatsächlich zuging. Wie lebten die Menschen? Worüber lachten sie? Was aßen sie? Und wie fühlte es sich an, in einer Welt zu leben, in der das Römische Reich über Jahrhunderte hinweg das Leben unzähliger Menschen prägte?
Denn die Römer waren weit mehr als Legionäre, Kaiser und Eroberer. Sie waren Baumeister, Händler, Dichter, Handwerker, Bauern und Familienmenschen. Sie liebten prächtige Feste, besuchten Thermen, stritten auf Marktplätzen, verehrten ihre Götter und hinterließen eine Kultur, deren Spuren bis heute sichtbar sind.
Auf den Spuren der Römer – von Rom bis nach Germanien
Wer heute durch Trier spaziert, steht vor der mächtigen Porta Nigra. In Xanten erzählen die Überreste einer römischen Stadt vom Alltag vor fast zweitausend Jahren. Entlang des Limes erinnern Kastelle und Wachtürme an jene Grenze, die das Römische Reich von den Gebieten jenseits seiner Herrschaft trennte. Auch in Köln, Mainz, Regensburg und vielen anderen Orten begegnen uns noch heute Zeugnisse der römischen Vergangenheit.
Und natürlich waren die Begegnungen zwischen Römern und Germanen nicht immer friedlich. Es wurde gehandelt, verhandelt, gestritten und gekämpft. Die Varusschlacht, die Feldzüge der römischen Legionen und das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen bieten reichlich Stoff für spannende Geschichten.
Doch wie sah das Leben abseits der großen historischen Ereignisse aus? Was dachte ein germanisches Kind, das zum ersten Mal einen römischen Soldaten sah? Welche Geheimnisse wurden in einer römischen Villa gehütet? Was erlebte ein Händler auf seiner Reise durch die Provinzen? Und was geschah, wenn ein römischer Legionär plötzlich feststellte, dass sein größter Gegner nicht ein germanischer Krieger, sondern seine eigene widerspenstige Sandale war?
Was wir suchen
Für unsere neue Anthologie „Damals bei den Römern“ laden wir Autorinnen und Autoren sowie geschichtsbegeisterte Kinder und Jugendliche ein, literarisch in die faszinierende Welt der Antike einzutauchen.
Gesucht werden Geschichten, Erzählungen, Erinnerungen, Märchen und Gedichte, die das Leben zur Römerzeit lebendig werden lassen. Historisch fundierte Beiträge sind ebenso willkommen wie fantasievolle Abenteuer, humorvolle Begebenheiten oder geheimnisvolle Geschichten, die sich vor dem Hintergrund der römischen Geschichte entfalten.
Mögliche Themen sind unter anderem:
Alltag im Römischen Reich: Das Leben von Kindern, Frauen und Männern, Handwerkern, Händlern, Soldaten und Familien.
Römer und Germanen: Begegnungen, Konflikte, Freundschaften und das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen.
Legionäre, Kaiser und Gladiatoren: Spannende Erlebnisse zwischen Feldlagern, Palästen und Arenen.
Römische Spuren in unserer Heimat: Geschichten rund um den Limes, römische Straßen, Kastelle, Villen, Thermen und Ausgrabungen.
Mythen und Götter: Jupiter, Venus, Mars und andere Gestalten der römischen Mythologie.
Zeitreisen und Abenteuer: Was wäre, wenn ein Kind von heute plötzlich im alten Rom erwachte?
Humorvolle Geschichten: Denn auch die alten Römer hatten sicherlich ihre kleinen und großen Alltagskatastrophen.
Historische Persönlichkeiten: Von Julius Caesar über Augustus bis zu Menschen, deren Namen längst vergessen sind.
Geschichte muss nicht staubtrocken sein!
Wer sagt eigentlich, dass die Antike nur aus Jahreszahlen, Schlachten und lateinischen Grammatikregeln besteht? Vielleicht hätte uns De bello Gallico in der Schule sogar begeistert, wenn Caesar zwischendurch erzählt hätte, wie seine Soldaten über das schlechte Wetter schimpften, was es zum Abendessen gab oder welche Streiche man sich im Feldlager spielte.
Mit unserer Anthologie möchten wir genau diese andere Seite der Geschichte entdecken: die kleinen Erlebnisse hinter den großen Ereignissen, die Menschen hinter den historischen Namen und die Geschichten, die in keinem Schulbuch stehen.
Dabei darf gelacht, mitgefiebert, gerätselt und gestaunt werden. Historische Hintergründe sollen möglichst stimmig sein, doch auch die Fantasie darf ihre Flügel ausbreiten. Schließlich wissen wir längst nicht alles über das Leben vor zweitausend Jahren.
Auch Kinder und Jugendliche dürfen mitschreiben!
Besonders freuen wir uns über Beiträge junger Nachwuchsautorinnen und Nachwuchsautoren. Wie stellt ihr euch das Leben im alten Rom vor? Würdet ihr lieber eine römische Schule besuchen, mit einem Händler durch Germanien reisen oder einen geheimnisvollen Schatz in den Ruinen eines Kastells entdecken? Oder steckt ihr noch im Lateinunterricht?
Vielleicht begegnet ihr bei einer Zeitreise sogar Julius Caesar persönlich. Und wer weiß – möglicherweise könnt ihr ihm endlich erklären, warum Generationen von Schülerinnen und Schülern mit seinem De bello Gallico so ihre Schwierigkeiten hatten!
Auch erwachsene Schreibbegeisterte sind herzlich eingeladen, sich mit historischen, unterhaltsamen, nachdenklichen oder fantasievollen Beiträgen zu beteiligen.
Eine literarische Reise durch die Antike
Mit „Damals bei den Römern“ möchten wir Geschichte nicht nur erzählen, sondern erlebbar machen. Wir wollen den Menschen begegnen, die vor Jahrhunderten durch die Straßen römischer Städte gingen, an den Grenzen des Reiches lebten oder ihre Spuren in jenen Landschaften hinterließen, die wir heute unsere Heimat nennen.
Vielleicht entdecken wir dabei, dass uns die Menschen der Antike in mancher Hinsicht ähnlicher waren, als wir glauben. Sie hatten Hoffnungen und Ängste, Wünsche und Sorgen, sie liebten, stritten, lachten und träumten – genau wie wir.
Also: Die Wachstafeln hervorgeholt, den Griffel gespitzt und die Fantasie auf Reisen geschickt!
Wir freuen uns auf spannende, unterhaltsame, ungewöhnliche und geschichtlich inspirierte Beiträge für unsere neue Anthologie „Damals bei den Römern“.
Und keine Sorge: Lateinkenntnisse sind für die Teilnahme nicht erforderlich. Wer allerdings noch immer nachts von Caesars Gallischem Krieg träumt, darf diese Erinnerungen selbstverständlich literarisch verarbeiten.
Veni, vidi, scripsi – ich kam, ich sah, ich schrieb!
1.8.2027
alle Altersstufen
12000 Zeichen
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Herbst 2027
